Archiv der Kategorie Kata-log

After-Word-Party … und dann?

7. Februar 2013 um 11:00 von Heike Petersen

Die Welt dreht sich um Buchstaben. Und das ‚word wild web‘ drehte daran, dass sich Buchstaben aus Stuttgart mit welchen aus Tarifa treffen konnten. Das war vor 3 Jahren. Ein Wort gab das andere … und nun ist ein Roman daraus geworden.

Das ist die ganz kurze Version. Die längere gibt es ab sofort hier.

Wir hoffen, dass wir auf dieser Seite mit vielen interessierten und interessanten Menschen zusammen treffen … und mit einem Verleger, der aus unserem Manuskript ein ‚richtiges‘ Buch macht.

Danke Bernd, für die gelungene Überraschung mit dieser Homepage.

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2011: Ja(hr) der Worte

21. Februar 2013 um 10:00 von Bernd Lange

… wir konnten auch anders

War in 2010 gut und gerne 8 Monate die virtuelle Ruhe zwischen Andalusien und Württemberg angesagt, kam es mit Beginn des neuen Jahres zu einem Schlagab…, schöner: zu einem Schlagaustausch. Die Worte zwischen uns kamen in Schwung – ein wahres Ping-Pong, bei dem die Bälle nur so flogen.

     Wahre literarische Topspins – von “hep“ weitestgehend aus der offenen Schatzkiste ihrer Herzensmonologe – von “bla“ bisher aus seiner verschlossenen Wortschatulle (einzig der “Cafésatz“ fand den Weg auf die Bühne eines Literaturwettbewerbs).

     Rückblickend ist zu vermuten, dass das gegenseitiges Lesen unserer Leseproben unterbewusst den Grundstein zum späteren gemeinsamen Schreiben der ersten Schreibprobebohrungen für Paradiesundjenes gelegt hat.

     Für Lese-Liebhaber: making of, Kap. 3 hat es in sich. Für Freunde eines gepflegten Gedankenaustauschs – nur raus damit:

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Emoticons und wahre Worte

28. Februar 2013 um 12:05 von Heike Petersen

(>_<)  = autsch!
‚:-/
  = sehr skeptisch
(ò_ó)
= böse
(ó_ò) = besorgt
:‘-(  = weinen
#:o\:o/:o\:o/:o||  = Totem-Pfahl

(Übersetzung zum aktuellen Dia-log)

Emoticons

Was haben wir früher noch ohne sie gemacht?

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Im Anfang war das Wort… – auch bei uns

7. März 2013 um 5:48 von Bernd Lange

Viele Worte hat’s gebraucht, bis das erste Wort unseres Romans “stand“. Und dabei war es “bloß“ der Titel!

Das allein hat schon gezeigt, wie unberechenbar es ist, virtuell bei weit über 2.000 km Differenz eine für beide Seiten gutheißende Wortwahl zu finden. Da stellte sich uns schon die Frage, wie das bei etwa 100.000 Worten in 24 Kapiteln werden soll – nicht nur unberechenbar, sondern vielleicht sogar unbeschreiblich.

Und mir stellt sich bis heute die Frage: Braucht es erst den Titel, um einen Roman zu schreiben? Oder fällt der Titel erst, nachdem ein Roman geschrieben ist?

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Vorstellungen

14. März 2013 um 11:21 von Heike Petersen

Im aktuellen Dia-log ‚Blind-Date in der Mailbox‚ geht es um ‚Vorstellungen‘.
Ein interessantes Thema … ein vielfältiger Begriff:
– eine Vorstellung besuchen …
– sich vorstellen oder vorgestellt werden …
– eine Vorstellung haben / von etwas haben …

Sich etwas vorzustellen, spiegelt sich in der Realität oft in einer nicht gesuchten Weise. Enttäuschung ist das Ergebnis, kann aber nicht der Schlüssel sein.

Was machen wir mit unseren Vorstellungen? Oder sie mit uns?

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Inhaltsstoff: 100% Mensch i.Tr.

21. März 2013 um 11:47 von Bernd Lange

Einen Roman zu schreiben, ist eine Sache. Eine andere ist, eine Romanfigur zu beschreiben. Vor allem dann, wenn der weibliche Schreibpartner die männliche Romanfigur porträtiert, und der männliche Schreibpartner die weibliche Romanfigur einkleidet.

Was in unserem Falle die Personifizierung noch schwieriger machte, war, dass wir unseren seinerzeit noch gänzlichen unbekannten Protagonisten ein passendes Gegenüber zur Seite stellen wollten.

Am Ende war ich froh, dass ich meinen Stift nicht ins Fettnäpfchen gehalten hatte.

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Zubereitung

28. März 2013 um 0:13 von Heike Petersen

► Paradiesundjenes
Isa Ketelsen
Gerald Benn
3 Zutaten, aus denen wir was Genussvolles machen wollten.

 

Es muss nicht auf den ersten Blick erkennbar sein, was aus sehr verschiedenen Komponenten gewürzt mit Inspiration, Mut und Lust werden kann. Wir wussten es zu diesem Zeitpunkt unseres gemeinsamen Projektes auch nicht, und genau das hat mich ‚angemacht‘ …

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Rollenspiele

4. April 2013 um 7:49 von Bernd Lange

So bekamen wir also unsere Romanfiguren vom jeweils anderen aufs Auge gedrückt. Und weil wir’s ja schon mal von der Würze hatten: mit gutem Geschmack.

Wie sich herausgestellte, waren die biografischen Häppchen, die wir uns „aufgetischt“ hatten, sehr ansprechend.

Und nachdem wir – wie es sich für angehende Schriftsteller geziemt – in die Rolle unserer Protagonisten reinschlüpfen konnten, blieb nur noch eine Unsicherheit:
Wie werden die beiden, Isa Ketelsen und Gerald Benn, in der Folge miteinander auskommen?!

Es können ja schon mal Wetten darauf abgeschlossen werden.

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Feuerwerk … oder Feuerwehr …

11. April 2013 um 7:00 von Heike Petersen

Ob eine Rakete sich eindrucksvoll zu einem Lichtspektakel entfaltet oder als Rohrkrepierer mit viel Krach und ohne optischen Genuss ein Fall für den Löschtrupp ist, hängt an einem nicht planbaren Moment.

Ich hatte Bernd einen Vorschlag unterbreitet, wie unser Roman beginnen könnte, und freute mich sehr, dass meine Idee zündete.

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Es gab kein Halten mehr

18. April 2013 um 15:03 von Bernd Lange

Nun waren sie geschrieben,
unsere ersten Worte zwischen Isa Ketelsen und Gerald Benn,
im Literaturforum zwischen Himmel und Hölle.
Im wahrsten Sinne des Wortes genau dazwischen:
zwischen spanischer und deutscher Erde.

Für Gerald Benn alias Bernd Lange kamen die
der Archäologin Isa Ketelsen vielleicht etwas unterirdisch daher –
Isa Ketelsen alias Heike Petersen kamen die von Gerald Benn
eher abgehoben vor, ihm als Überflieger in Sachen Events.

Jedenfalls: Der erste große Schritt zum Paradiesundjenes war getan.

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Kreative Übergänge

25. April 2013 um 4:48 von Heike Petersen

Eine Geschichte zu beginnen ohne konkrete Vorgaben, ist eine große Freiheit. Zu Zweit einen Roman daraus zu machen, ist ein intensives Abenteuer. Und wenn beide Autoren sehr verschieden sind, ist es ein kleines Wunder.

Wir haben es gemacht. Aus der kreativen Freiheit und der Bereitschaft sich einzulassen, haben wir ein Manuskript mit 24 Kapiteln entstehen lassen. Das 1. wird heute im Dia-log beschrieben.

Aus unserem ‚einsamen Geschäft‘ des Schreibens haben wir eine Team-Erfahrung gemacht, die ausgesprochen anregend war … und immer noch ist.

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Missverständnisse

2. Mai 2013 um 13:18 von Bernd Lange

Mit dem Auftakt des privaten Briefwechsels zwischen Isa Ketelsen und Gerald Benn via E-Mail wurden Missverständnissen Tür und Tor geöffnet. Und damit hätten wir unseren Roman, bevor er so richtig begonnen hatte, auch schon gleich wieder beenden können.

Doch uns beide konnte nichts verschrecken. Und die beiden Romanfiguren lösten sie auf ihre ganz eigene Art, die den anderen schon mal in die Verzweiflung treiben konnten.

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Programmänderung

9. Mai 2013 um 17:13 von Bernd Lange

Ein nicht angekündigter Streik der gewerkschaftlich organisierten Netzwerkverbindungen hat heute unser öffentliches Leben im ‚Paradiesundjenes‘ lahm gelegt. Dabei kam es zu erheblichen Störungen im Informationsaustausch sowie kompletten Ausfällen und Verlusten im Datenverkehr.

Wir bedauern, dass die für heute vorgesehene 14. Folge unseres Making-of auf unbestimmte Zeit verschoben werden muss. Stattdessen zeigen wir – passend zum Feiertag – das Archivfoto eines ersten groben Entwurfs für die Gestaltung des Buchtitels für ‚Paradiesundjenes‘. Wir hoffen auf Verständnis und bitten um Vergebung.

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‚Unfug des Lebens und des Sterbens‘

16. Mai 2013 um 10:08 von Heike Petersen

Man muss das Buch von Prentice Mulford nicht gelesen haben, um Paradiesundjenes zu verstehen. Wir haben lediglich einige Zitate verwendet.
Ich persönlich finde die Essays unentbehrlich!
Die unaufdringliche Darstellung seiner Wahrnehmungen, die humorvollen Beschreibungen seiner allzu menschlichen Eigenschaften und seine besondere Art zu provozieren, machen Prentice Mulfords Worte für mich zu einem ‚must-have (read)‘.
„Was wir am meisten denken, werden wir sein!“

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So was wie die ‚Ruhe vor dem Sturm‘?!

23. Mai 2013 um 10:21 von Bernd Lange

Nochmals kurz zurück zum „Unfug des Lebens und des Sterbens“. Prentice Mulford schrieb: „Im ganzen Königreich der Natur wechseln immer Perioden der Aktivität mit denen absoluter Ruhe ab.“

Und so war es mehr als natürlich, dass nach unserem kleinen ‚Federkrieg‘ die Tinten wieder ausgewogen flossen – bis zum nächsten Zwischentief.

Das führte dann dazu, dass wir uns kennen lernten:
Nach 82 Tagen und mehr als 100 Manuskriptseiten für ‚Paradiesundjenes‘ kam es zu unserem ersten Telefongespräch.

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Zäsur

29. Mai 2013 um 9:00 von Bernd Lange

Mit dem Ende des 5. Kapitels im ’Paradiesundjenes’ zeichnete sich ein Einschnitt ins Geschehen ab: Der Schriftwechsel im Literaturforum fand mit den Worten von Isa Ketelsen ein vorläufiges Ende:

„Ich werde mich vorübergehend zurückziehen und zunächst alles verdauen, was hier serviert wurde.“

Diese Botschaft hat uns jetzt nicht ruhen lassen, gleiches mit unserem Making-of zu tätigen. Auch wir beide werden saisonbedingt mit ausgedünntem Fahrplan im Paradies unterwegs sein.

Wie man es auch immer bezeichnen möchte, es ist immer richtig:

  • Wir machen Sommerpause – vielleicht wird ja dadurch das Wetter ermuntert, seine Winterpause einzulegen? ✽)
  • Wir nehmen eine schöpferische Auszeit – wer weiß, was dabei wieder ’rauskommt?!
  • Wir gönnen uns einen Tapetenwechsel – mal sehen, in welchem Paradies wir künftig unsere Worte wohnlich einrichten?!

Was natürlich im Klartext nicht heißt, dass wir auch weiterhin in unserem ’Paradiesundjenes’ Staub wischen und Wäsche waschen.
___

✽) Aus zuverlässigen Quellen war zu erfahren, dass der diesjährige Sommer zwischen 15.00 und 16.00 Uhr stattfindet. Die Meteorologen sind sich allerdings noch nicht einig, an welchem Tag.
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974,364 hPa

19. August 2013 um 16:35 von Bernd Lange

»Also, wettertechnisch stehe ich schreibmäßig ziemlich im Regen.«

… wenn’s der Herr Benn nicht besser wüsste, würde er meiner Meinung sein. Sein Kommentar: „Bloß, mit diesem Satz, damit hier wieder ‚mal was geschrieben steht?! Da hätte ich mir was Sommerlaunigeres vorgestellt.“

Auf meine Frage, was das wäre, wusste er auch nicht weiter. Typisch für ihn. Doch im Stillen muss ich ihm beipflichten, was Paradiesisches liest sich anders.

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Serviervorschläge aus dem Sommerloch

27. August 2013 um 15:51 von Bernd Lange


Es ist immer wieder lesenswert, wenn wir von Verlagen, denen wir unser Exposé mit Leseprobe angeboten haben, einen aussagekräftigen Absagebrief erhalten
(sofern uns überhaupt eine schriftliche Ablehnung erreicht).

3 Kompositionen aus der beliebten Sendereihe füllen unser Sommerloch:

heute Folge 1

’n Kurzer
Die „erfrischende“ Variante – ohne Zitsch

Demnächst auf diesem Kanal:

Folge 2


’n Cocktail
Die „prickelnde“ Lesart –
mit kleinem Spritz

Folge 3

’n Longdrink
Die „berauschende“ Note –
der Klassiker

Darauf ein Prost!

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Rückkehr in die Normalität?

13. September 2013 um 14:34 von Bernd Lange

Das wahre Leben hätte unser Roman nicht besser schreiben können!

Verkündete doch ein gewisser Gerald Benn für eine Zeitlang seinen Rückzug aus dem täglichen Geschehen
(hätte auch von einem ungewissen Bernd Lange sein können).

Das ließ dann eine ebenso gewisse Isa Ketelsen nicht ruhen, für unbestimmte Zeit ebenfalls Stille zu bewahren
(könnte auch von einer ebenso ungewissen Heike Petersen kommen).

Und jetzt?
Kaum ist der 12. September ‚rum, bringt sich dieser Gerald Benn wirklich wieder ins Gespräch

(mal sehen, was daraus wird?!).

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Reisen: Abenteuer für sich

22. November 2013 um 16:31 von Bernd Lange

Kam doch heute eine Geschichte von Heike auf meinen Bildschirm geflogen, bei deren darin beschriebenen Ereignissen ich Zeuge war, doch sie schon längst wieder verdrängt hatte:

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Was braucht ein Mensch morgens um 5 Uhr?
Ich favorisiere: ein gemütliches Bett, Ruhe und den weichen Körper meines Liebsten an meiner Seite.

Was ich persönlich nicht brauche, ist ein ’aufgewecktes’ Kerlchen am Check-in-Schalter des Stuttgarter Airports.

Ich fühlte mich gut präpariert – wenn auch müde –, als ich meine Boarding Card vom Online-Check-in (Platz 7 A) samt Ausweis auf den Tresen legte und meinen Koffer auf die Waage hob.
„Wo sind Ihre Reiseunterlagen?“
– ersetzte den Wunsch für einen ‚Guten Morgen’.
Da ich keine hatte, fiel meine Antwort entsprechend aus. Auch die Feststellung, dass ich irgendeine Buchungsbestätigung haben müsste, wurde von mir wahrheitsgemäß mit „Nein!“ beantwortet.
„Aber Sie haben doch irgendwas bekommen … eine Bestätigung per Mail …!!!!?“, war mehr eine Feststellung als eine Frage.

„Ja. Habe ich, aber die ist weit weg, wenn im weltweiten web überhaupt etwas weit weg sein kann.“
„Das geht so nicht!“, erfuhr ich und wurde allen Ernstes gefragt:
„Und was machen wir jetzt?“
„Das weiß ICH doch nicht!“ … sagte ich.
‚Der Typ nervt mich!!!!!’ … dachte ich.

Meine Bemerkung, dass ich bei airberlin-Flügen nie mehr als die jetzt vorgelegten Sachen benötigt habe, ermunterte ihn zu der schmerzlichen Wahrheit, die da lautete:
„Das hier ist aber nicht airberlin !!!!“
In diesem Moment ließ es sich nicht mehr verbergen: Er ist ein Klugscheißer und vielleicht Schlimmeres. Ich hielt es zu diesem Zeitpunkt unserer Unterredung nicht mehr für ausgeschlossen, dass es sich bei ihm um einen Vollidioten handelte. Mir fehlten zu dieser frühen Stunde alle erforderlichen geistigen Werkzeuge, um mich konkret mit der Analyse dieser gestörten Persönlichkeit zu beschäftigen.
ICH WOLLTE NUR MEINEN KOFFER LOSWERDEN!

Während ich wartete, dass er mich an seine Kollegen an den Schalter verweist, damit mein fatales Versäumnis geklärt werden konnte, hantierte er rum und ich bekam eine schulmeisterliche Zurechtweisung:
„Haben Sie die Buchungsbestätigung gelesen?“
„Nein!“
„Das hätten Sie müssen!! In Zeile XY steht, dass Sie die Bestätigung ausdrucken müssen! So geht das nicht!!! Was, wenn die Computer ausfallen??? Dann haben Sie NICHTS in der Hand!!! Das mag hier in Deutschland ja noch gehen, aber in Spanien … – wo ganz anders gearbeitet wird … also im Ernstfall … bla … bla … bla … !!!!!!“

‚Ich reise jetzt auf eigene Verantwortung’, wurde ich informiert. Meine Erklärung, dass ich es sogar gewohnt sei, auf eigene Verantwortung zu leben, fiel auf keinen fruchtbaren Boden.
Ich wartete noch immer auf eine konstruktive Idee seinerseits. Stattdessen hatte er während seines Vortrages mein Check-in erledigt, meinem Koffer einen Aufkleber verpasst und legte mir Ausweis und Bordkarte auf den Tresen.
Ich verstand gar nichts mehr und sah meinem Koffer hinterher, der nun seine Reise antrat – nach Rhodos/Griechenland.
Mein gebuchter Flug ging allerdings nach Jerez de la Frontera/Andalusien.

Dass der aufgeblasene Wichtigtuer für mich und meinen Koffer unterschiedliche Ziele gebucht hatte, stellte sich erst in Südspanien heraus … mit einem Blick auf das leere Gepäckband und auf den Aufkleber auf der Bordkarte.
Ein eigenverantwortlicher Fehler seinerseits?
Oder eine Lektion für mich?
Man wird es nie erfahren …

Mein Koffer unternahm eine Europa-Tour, die ihn noch an diverse interessante Ziele brachte.
Ich saß zu Hause, vermisste mein Laptop-Netzteil (ohne das ich nicht arbeiten konnte), … und ich dachte an die verderblichen leckeren Mitbringsel … die zwischen Rhodos und Jerez reisend ein munteres hochsommerliches Eigenleben entwickeln konnten.

© Heike Petersen                                   

Da sieht man mal, auf den Reisen durch unsere virtuelle Welt geht wirklich nichts verloren. Das gilt wohl auch für Koffer, die auf realen Irrwegen unterwegs sind.

Anders als mein Kopf, der ständig mit in Sackgassen endenden Verlusten zu kämpfen hat.

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Auf der Schwelle in ein neues Jahr

18. Dezember 2013 um 16:39 von Bernd Lange

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem man nicht vertrieben werden kann.“
(Jean Paul, deutscher Schriftsteller, 1763-1825)


„Die Erinnerung, sagt Jean Paul, ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. Manchmal mag das zutreffen. Öfter ist die Erinnerung die einzige Hölle, in der wir schuldlos verdammt werden.“
(Arthur Schnitzler, österreichischer Dramatiker, 1862-1931)

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Unterwegs … in Wort … und Bild

12. Februar 2014 um 10:35 von Heike Petersen

Unsere Protagonisten haben es uns vorgemacht … oder wir ihnen?! Im Roman und im realen Leben wurde bis zum Schlusspunkt (Ausrufezeichen) viel gereist. Da war es nicht einfach, sich endlich das 1. Mal zu treffen.
Das galt für unsere Romanfiguren … wie für Bernd und mich.

***      ***      ***

 

 

Bernd machte sich auf nach Lissabon, um vor Ort den literarischen Spuren des ‚Nachtzugs nach Lissabon‘ zu folgen. Hin mit dem Flieger und in der Stadt per pedes. Authentisches konnte er nur mit viel Phantasie erahnen.


Ich saß im Nachtzug nach Marrakesch.

 

 

 

 

 

 

Natürlich wurde auch von unterwegs gearbeitet und kommuniziert:

Mein Paradiesundjenes-(Reise)-Büro war ein Internet-Café mit dem Charme eines Fleischerei-Fachgeschäftes.

Bernd strickte von der portugiesischen Hauptstadt aus weiter an unserem gemeinsamen Paar Isa Ketelsen und Gerald Benn.

 

 

 

 

 

Wenn wir postalisch anwesend waren, schickten wir uns Bücher.Bernd bekam von mir Prentice Mulford, der dann auch eine bescheidene Nebenrolle in unserem Roman einnahm.
Unser ganz persönlicher ‚Unfug des Lebens‘ ging soweit, dass Bernd in das Buch, mit dem er sich erkenntlich zeigte, eine Widmung an Isa Ketelsen schrieb.

Ich dankte und fragte zu Recht: „Glauben Sie, dass wir ‚Paradiesundjenes‘ geistig gesund überstehen werden…?“

Wir waren süchtig geworden und litten unter sehr deutlichen Entzugserscheinungen, wenn es nicht täglich etwas Neues gab im Paradiesundjenes.


Nebenher mussten auf beiden Seiten auch die Brötchen verdient werden.
Dafür hatte ich mir eine andalusische Backstube gesucht; Bernd schnitzte für den finanziellen Fortbestand seiner Schreib-Werkstatt an Themen wie beispielsweise ‚teilkristalline thermoplastische Konstruktionswerkstoffe auf Polypropylen-Basis‘.

Da war jede Ablenkung willkommen und eine so entzückende ohnehin:


Bernd flog nach Wien, um den zuckersüßen Enkelsohn willkommen zu heißen. Ein Gesicht wie ein Fotomodell – ganz wie der Großvater 🙂
(Anm. des Großvaters: Wer so jeck ist, am 11.11.11 auf die Welt zu kommen)

 

Ich blieb in Andalusien, um die Party zu meinem 50. Geburtstag vorzubereiten und Geschenke auszupacken. Uneingeladen ‚greisten‘ die Geier *) über uns, was die Frage rechtfertigte:
Im besten Alter …  wofür ??????????????

*) (Anm. bla: nicht zu verwechseln mit „‚…geierten‘ die Greise…“)

 

Bevor es zu spät dafür werden könnte, schien der geeignete Moment gekommen, um unser ‚Verhältnis‘ in die 2. Person Singular umziehen zu lassen. Das frische ‚Du‘ konnten wir allerdings nicht mit BrüderSchwesterschaftstrinken besiegeln. Das 1. Treffen stand noch aus. Bernd konnte nicht zur Party kommen.

Die Monate vergingen. Wir arbeiteten besessen weiter.
Getreu unserem Motto:

Ich flog in meine erste Heimat, um mir den Kopf in Schleswig-Holstein abzukühlen. Bernd wurde eingeladen … und nun stand unsere 1. Verabredung:
27.02.2012 – Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel.

Ich war gut vorbereitet,
um Bernd gebührend zu empfangen.

 

 

 


2 Jahre – 1 Monat – 15 Tage – 30 Minuten
nachdem wir uns virtuell im ‚Texter-Paradise‘ vor die Füße gelaufen waren und Hunderte von E-Mails geschrieben hatten, konnten wir uns erstmalig die Worte *) reichen … 4 Tage lang …
*) (Kommentar von bla: … und da an der Ostsee, auch das Wasser)

 

 

 

Bis zum letzten Satz des Romans wurde noch gebastelt und fein geschliffen, und als ich im September 2012 zum Gegenbesuch in Stuttgart war, hatten wir den Balance-Akt ‚im Kasten‘:

 

 Das fertige Buch-Manuskript
Paradiesundjenes

 


Wie wahr, wie wahr: Unsere Protagonisten reisten ständig in der Weltgeschichte ‚rum – auf Inseln wie die Azoren, Isola del Giglio, Ko Samni in Thailand, nach Burkina Faso, und auch nach Oslo, Amsterdam, Paris… Verständlich, dass so mancher Kommunikationsfluss dabei ins Missverständliche führte.

Da war es angebracht, dass sich die Autoren beim Schreiben locker zurücklehnen können.

Es war ja schon schwierig genug, über rund 2.500 km Entfernung zwischen Tarifa und Stuttgart nicht den Anschluss unserer jeweils gewählten Worte zu verlieren. Das waren nicht immer paradiesische Zustände, und doch führten sie uns nicht jenseits von Gut und Böse.

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Paradiesundjenes eBook-download

27. Februar 2014 um 12:11 von Bernd Lange

Neueröffnung!


Und somit hat unser „Paradiesundjenes“ das Licht der weltlichen Öffentlichkeit erblickt – zumindest in der virtuellen Welt.

 

Paradiesundjenes bei ebook …   

Paradiesundjenes bei buch24

Paradiesundjenes bei bol

Paradiesundjenes bei amazon

 

 

 

 

 

 

 

Paradiesundjenes bei facebook:              Schreibt uns:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

hep im web:                                              bla im web:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Und jetzt lassen wir die Korken knallen …
oder noch besser …

              

… jetzt machen wir ein Fass auf und feiern unser eBook!

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Heute vor 3 Jahren – ein nackter Titel

19. März 2014 um 19:15 von Heike Petersen


Ich hatte das mobile Leben …

… eingetauscht gegen einen richtigen Arbeitsplatz,
von mir liebevoll ‚mein Schrei tisch‘ genannt – …
… und schrieb Bernd am 19. März 2011 um 2:36 Uhr:

„Ich habe tatsächlich noch keine Ahnung, wie wir gemeinsam das Alpha-Beet beackern werden. Ich weiß nur, dass ich Lust habe, mit Ihnen etwas auszusäen und zu sehen, was da wächst, und ich bin auch sicher, dass wir ein paradiesisches/jeniges Pflänzchen kultivieren können … muss ja kein Apfelbaum sein. Ich habe morgen (also heute) wohl etwas Zeit, aber ob der Startschuss fällt, kann ich nicht sagen. Ich werde die Inspirations-Taste gedrückt halten und schauen, was passiert.“

Der Startschuss fiel heute vor 3 Jahren um 17:28 Uhr:

„Lieber Herr Lange, ich habe mich einfach mal von unserem Buchverschicken und Ihrem wahllos herausgegriffenen Satz aus dem „Unfug“ inspirieren lassen und mir dazu etwas ausgedacht, was Sie in der Anlage vorfinden. Und nun???? Was passiert jetzt?????????“

Meine allererste Idee für den improvisierten Start in das Abenteuer eines gemeinsamen Schreibprojektes haben wir verworfen. Die Geschichte, die wir stattdessen erfunden haben – der Roman um die Archäologin Isa Ketelsen und den Event-Manager Gerald Benn – füllt heute unser e-book Paradiesundjenes:

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Kleider machen Leute

20. März 2014 um 21:16 von Bernd Lange


Genau so wie ein nackter Titel nicht viel hergibt (siehe dort), blieben auch Adam und Eva, wie Gott sie schuf, ziemlich blass.

Und deshalb haben wir aus unseren ‚Paradiesvögeln‘ erst mit dem maßgeschneiderten Einkleiden Leute gemacht. Eines unserer ersten, noch unsortierten Schnittmuster sah übrigens so aus:

Isa Ketelsen
– charmant / Charme – Esprit ausstrahlend
– konsequent (zielorientiert)
– wirft nichts aus dem Ruder
– dynamisch – lebendig
– unermüdlich
– nicht resignierend
– offenherzig
– emotional
– intensiv erlebend
– nassforsch

Gerald Benn
– mit gewisser Grundtraurigkeit
– verschlossen gegenüber Frauen
– sehr kreativ
– höflich (charmant)
– bodenständig – geerdet
– sensibel
– weltoffen
– kritisch
– belesen

Und wie sich zeigte, wurden die beiden im Laufe der Schreib-Zeit immer wieder aus- und anders angezogen.
Bilder gibt’s keine – davon muss sich der Leser sich selber welche machen.

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Auf den Spuren von Isa Ketelsen

29. März 2014 um 20:37 von Bernd Lange


Baelo Claudia ist überall. Isa Ketelsens Ausgrabungsstätte in Bolonia lässt grüßen: in Son Fornés nahe Montuïri auf Mallorca.

Da will man sich mal zurückziehen vom alltäglichen Wahnsinn im ‚Paradiesundjenes‘ … und dann stolpert einem das vor die Füße:

  
Was in Baelo Claudia im 2. Jahrhundert v. Chr. begann, nahm hier in Son Fornés bereits in der talayotischen Ära um 900 v. Chr. seinen Anfang. In Son Fornés gäb’s noch viel zu tun für Isa Ketelsen. Und auch Einstein hätte garantiert seine Freude.

Ich jedenfalls bin fündig geworden. Jetzt darf Isa Ketelsen übernehmen: http://www.sonfornes.mallorca.museum/

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Sprechstunden

2. Februar 2015 um 12:41 von Heike Petersen

War es nicht endlich wieder an der Zeit, bei meinem Deutschland-Trip den Freund und Mit-Autor in Stuttgart zu besuchen?

JA! – Unbedingt!

Viele Fragen stellten sich:
– Verkraftet Bernd eine 7-tätige Belagerung während seines Büroumzugs?
– Was läuft im Stuttgarter ’Bollwerk’?
– Kann ich ein leckeres Abo im ’Zimt & Zucker’ buchen?
– Kommen wir der Veröffentlichung unseres Romans in Print-Form näher? (Das ebook Paradiesundjenes gibt es seit einem Jahr, ist aber nicht für jede/n Interessierte/n die geeignete Darreichungsform unserer Buchstaben.)

Es gab also Einiges zu besprechen.
Und dann lese ich – etwas verschwommen Schwarz auf Weiß – an Bernds neuem Büro:
Es ist durchaus nichts Neues, dass Bernds aktive Stunden ganz anders ticken als meine; und da ich Urlaub hatte, würde ich zwischen 6:00 und 14:00 Uhr noch abwechselnd schlafen, Kaffee trinken, faulenzen und frühstücken.

Wann würden wir Zeit finden für ‚Text – Konzeption – Kommunikation‘, wenn ich erst NACH 14:00 Uhr zwei oder mehr Worte aneinander reihen kann?

An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass Bernd sein berufliches Betätigungsfeld in mancherlei Hinsicht verlagert hat und seine kreativen Ideen, seine Netzwerkfähigkeiten und sein soziales Engagement ehrenamtlich dem Gebrüder Schmid Zentrum im Generationenhaus Heslach in Stuttgart zur Verfügung stellt.
Seine wohl gewählten Worte in gesprochener und geschriebener Form dienen der Öffentlichkeitsarbeit des Generationenhauses, den Bewohner*innen, den zahlreichen Initiativgruppen und vielen anderen ehrenamtlichen Helfern im Café Nachbarschafft.
Mit seiner offenen, interessierten, sensiblen Art nähert Bernd sich allen Themen und allen Menschen und hilft unkompliziert und umfassend.

Zum Glück gab es ausreichend Gelegenheiten für Gespräche und Austausch rund um ‚Paradiesundjenes‘ und über ‚Gott und die Welt‘.
Wir waren Tapas essen statt schwäbischer Maultaschen und wir waren im ‚Bollwerk‘, um einen interessanten Film zu sehen, der mir als mentale Einstimmung für eines meiner geplanten Projekte diente.

Obwohl wir davon ausgehen müssen, dass wir aufgrund mangelnder Bekanntheit in der Öffentlichkeit (noch) keine besondere Aufmerksamkeit erregen, fühlten wir uns in einer seltsamen Weise beobachtet.

Egal wo wir waren …

… die Zeit verflog.

Aus Sprechstunden wurden Sprechtage und – entgegen der verschwommenen ‚Schwarz-Weiß‘- Aussichten am Beginn –

es gab viele bunte anregende Momente im ‚Zimt & Zucker‘, die auf dieser Darstellung allerdings auch leicht verschwommen rüberkommen. 🙂

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Herzlichen Dank, geschätzter Freund und Kollege, für Deine Gastfreundschaft und die Anregungen (z. B. Poís)

Möglicherweise sehen wir uns schon bald wieder … auf Mallorca.

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Siehe da …

3. März 2015 um 19:11 von Bernd Lange

… jetzt ist mir doch irgendwie wahrhaftig doch noch dieses oder jenes von einem gewissen Paradies über den Weg gelaufen!

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