Unterwegs … in Wort … und Bild

12. Februar 2014 um 10:35 von Heike Petersen

Unsere Protagonisten haben es uns vorgemacht … oder wir ihnen?! Im Roman und im realen Leben wurde bis zum Schlusspunkt (Ausrufezeichen) viel gereist. Da war es nicht einfach, sich endlich das 1. Mal zu treffen.
Das galt für unsere Romanfiguren … wie für Bernd und mich.

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Bernd machte sich auf nach Lissabon, um vor Ort den literarischen Spuren des ‚Nachtzugs nach Lissabon‘ zu folgen. Hin mit dem Flieger und in der Stadt per pedes. Authentisches konnte er nur mit viel Phantasie erahnen.


Ich saß im Nachtzug nach Marrakesch.

 

 

 

 

 

 

Natürlich wurde auch von unterwegs gearbeitet und kommuniziert:

Mein Paradiesundjenes-(Reise)-Büro war ein Internet-Café mit dem Charme eines Fleischerei-Fachgeschäftes.

Bernd strickte von der portugiesischen Hauptstadt aus weiter an unserem gemeinsamen Paar Isa Ketelsen und Gerald Benn.

 

 

 

 

 

Wenn wir postalisch anwesend waren, schickten wir uns Bücher.Bernd bekam von mir Prentice Mulford, der dann auch eine bescheidene Nebenrolle in unserem Roman einnahm.
Unser ganz persönlicher ‚Unfug des Lebens‘ ging soweit, dass Bernd in das Buch, mit dem er sich erkenntlich zeigte, eine Widmung an Isa Ketelsen schrieb.

Ich dankte und fragte zu Recht: „Glauben Sie, dass wir ‚Paradiesundjenes‘ geistig gesund überstehen werden…?“

Wir waren süchtig geworden und litten unter sehr deutlichen Entzugserscheinungen, wenn es nicht täglich etwas Neues gab im Paradiesundjenes.


Nebenher mussten auf beiden Seiten auch die Brötchen verdient werden.
Dafür hatte ich mir eine andalusische Backstube gesucht; Bernd schnitzte für den finanziellen Fortbestand seiner Schreib-Werkstatt an Themen wie beispielsweise ‚teilkristalline thermoplastische Konstruktionswerkstoffe auf Polypropylen-Basis‘.

Da war jede Ablenkung willkommen und eine so entzückende ohnehin:


Bernd flog nach Wien, um den zuckersüßen Enkelsohn willkommen zu heißen. Ein Gesicht wie ein Fotomodell – ganz wie der Großvater :-)
(Anm. des Großvaters: Wer so jeck ist, am 11.11.11 auf die Welt zu kommen)

 

Ich blieb in Andalusien, um die Party zu meinem 50. Geburtstag vorzubereiten und Geschenke auszupacken. Uneingeladen ‚greisten‘ die Geier *) über uns, was die Frage rechtfertigte:
Im besten Alter …  wofür ??????????????

*) (Anm. bla: nicht zu verwechseln mit „‚…geierten‘ die Greise…“)

 

Bevor es zu spät dafür werden könnte, schien der geeignete Moment gekommen, um unser ‚Verhältnis‘ in die 2. Person Singular umziehen zu lassen. Das frische ‚Du‘ konnten wir allerdings nicht mit BrüderSchwesterschaftstrinken besiegeln. Das 1. Treffen stand noch aus. Bernd konnte nicht zur Party kommen.

Die Monate vergingen. Wir arbeiteten besessen weiter.
Getreu unserem Motto:

Ich flog in meine erste Heimat, um mir den Kopf in Schleswig-Holstein abzukühlen. Bernd wurde eingeladen … und nun stand unsere 1. Verabredung:
27.02.2012 – Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel.

Ich war gut vorbereitet,
um Bernd gebührend zu empfangen.

 

 

 


2 Jahre – 1 Monat – 15 Tage – 30 Minuten
nachdem wir uns virtuell im ‚Texter-Paradise‘ vor die Füße gelaufen waren und Hunderte von E-Mails geschrieben hatten, konnten wir uns erstmalig die Worte *) reichen … 4 Tage lang …
*) (Kommentar von bla: … und da an der Ostsee, auch das Wasser)

 

 

 

Bis zum letzten Satz des Romans wurde noch gebastelt und fein geschliffen, und als ich im September 2012 zum Gegenbesuch in Stuttgart war, hatten wir den Balance-Akt ‚im Kasten‘:

 

 Das fertige Buch-Manuskript
Paradiesundjenes

 


Wie wahr, wie wahr: Unsere Protagonisten reisten ständig in der Weltgeschichte ‚rum – auf Inseln wie die Azoren, Isola del Giglio, Ko Samni in Thailand, nach Burkina Faso, und auch nach Oslo, Amsterdam, Paris… Verständlich, dass so mancher Kommunikationsfluss dabei ins Missverständliche führte.

Da war es angebracht, dass sich die Autoren beim Schreiben locker zurücklehnen können.

Es war ja schon schwierig genug, über rund 2.500 km Entfernung zwischen Tarifa und Stuttgart nicht den Anschluss unserer jeweils gewählten Worte zu verlieren. Das waren nicht immer paradiesische Zustände, und doch führten sie uns nicht jenseits von Gut und Böse.

13 Kommentare

Kommentare (13)

  1. Ja, lieber Kollege, ich erhebe das Glas, um mit Dir auf die Veröffentlichung unseres gemeinsamen Romans anzustoßen. War ein hartes Stück Arbeit … wie auf dem letzten Foto zu erkennen ist.
    … p l i i i i i n g g g …

    • Jaaaah sssssubba werte Frau Koooleeegin, ups, iscccch liieech schoooon unnam Disssch.
      Sssssssaaluuute, würd jeds Herr Bennnn sagn.

  2. Stimmt! Das löse ich dann ein, wenn wir die ersten 1.000 E-Books verkauft haben – versprochen!
    Rein gefühlt wird das ja nicht mehr lange dauern, bis ich bei Dir auftauche :-)
    ‚N Fläschchen bring ich mit – ich glaub, Weißwein, italienischen, oder?!

  3. Weißwein …????? Untersteh‘ Dich, ohne Schampus bei mir vor der andalusischen Tür zu stehen.

  4. Der ist erst bei 2.000 Büchern drin!!!

  5. Ich trinke Schampus, weil wir das Buch veröffentlicht haben, nicht erst wenn es jemand kauft … oder sogar liest …

  6. Gratulation euch beiden !
    Mein Beitrag… ich zog extra wieder zurück nach Leipzig, ein Quartier müsst ihr also anläßlich der nächsten ;-) Buchmesse nicht suchen !
    Ich freue mich auf euch !
    Barbara

  7. Vor dem 13. März???? Du hast es aber eilig mit Barbara Schampus (oder Weißwein) zu trinken …

    • Es geht ums Buchlesen, nicht um eine Weinlese :-)

      • Genau! Das Weinlesen haben andere nette Menschen schon erledigt, damit WIR die promilligen leckeren Ergebnisse ihrer Arbeit demnächst bei einer Live-Verköstigung in Leipzig (und anderswo) genießen können, vor oder nach unserer Lesung in den Buchstaben. :)

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