Inhaltsstoff: 100% Mensch i.Tr. | Paradiesundjenes

Inhaltsstoff: 100% Mensch i.Tr.

21. März 2013 um 11:47 von Bernd Lange

Einen Roman zu schreiben, ist eine Sache. Eine andere ist, eine Romanfigur zu beschreiben. Vor allem dann, wenn der weibliche Schreibpartner die männliche Romanfigur porträtiert, und der männliche Schreibpartner die weibliche Romanfigur einkleidet.

Was in unserem Falle die Personifizierung noch schwieriger machte, war, dass wir unseren seinerzeit noch gänzlichen unbekannten Protagonisten ein passendes Gegenüber zur Seite stellen wollten.

Am Ende war ich froh, dass ich meinen Stift nicht ins Fettnäpfchen gehalten hatte.

4 Kommentare

Kommentare (4)

  1. Tja, meiner absoluten Liebe zum Improvisations-Theater war die Idee zu verdanken, jeweils für den anderen eine Figur zu entwickeln, die er mit Leben zu erfüllen und ‚darzustellen‘ hat. Und Bernd hatte für mich eine Isa Ketelsen entworfen, die mir vom Typ her ähnlich ist. Das fand ich sehr bemerkenswert, denn er kannte mich zu dem Zeitpunkt nur schriftlich und von meinem Profilfoto bei XING. Nun bin und war ich in meinem Leben noch nie Archäologin. So war ich absolut gespannt, was ich in der weiteren Zukunft aus Isa Ketelsen machen werde.

  2. Jaaaaaaa, mit dem Beruf der von mir zu formenden Romanfigur habe ich lange hin- und hergebastelt: Soll’s ’ne Architektin werden, oder ’ne Archäologin? Am Ende gewann die Feldforscherin das Rennen um den begehrten Job.
    Eine Architektin gehört nach Barcelona – in Tarifa ist eine Archäologin sehr viel besser aufgehoben, gibt es doch dort am Atlantik eine der bedeutendsten römischen Ausgrabungsstätten. Was mir darüber hinaus sehr gelegen kam: Als begeisterter Hobbykoch in der italienischen Küche liebe ich auch die Küche des Apicius, der im alten Rom als allererster Feinschmecker Kochkurse veranstaltete. Und: In der eben erwähnten römischen Ruinenstadt Baelo Claudia fand man Überreste einer Liquamen-Fabrik. Liquamen wiederum war die (Gewürz)-Grundlage für so gut wie jedes Kochgericht im römischen Reich.
    Doch bevor ich nun vor lauter Begeisterung hier weiter aushole… diese Geschichte wird eigentlich im ‚Paradiesundjenes‘ erzählt. Wird Zeit, dass der Roman bald als Buch erscheint. Dann kann wenigstens jeder lesen, was es mit der Küche des Apicius auf sich hat :-)
    Unsere Archäologin Isa Ketelsen weiß es schon länger.

    • Bernd, jetzt dachte ich einen Moment, dass Du den ganzen Roman, den wir geschrieben haben, hier veröffentlichst ;) Ich bin ja immer noch gespannt, wann Du endlich nach Andalusien kommst, um die Ruinenanlage Baelo Claudia am Atlantik zu besuchen … und mich. :)

      • Es sollte doch eine Überraschung werden… dann, wenn es das Buch zum Roman gibt :-). Je eher, desto schöner natürlich.
        Dann hätten wir ein tolles Mitbringsel für die Archäologin bzw. Kuratorin von Baelo Claudia. Und wir könnten endlich auf 300 m Höhe darauf anstoßen, mit „… Weißwein … italienisch … richtig“ (für Einstein gibt’s frisches Quellwasser).

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