Hoch-sensibilisiert | Paradiesundjenes

Hoch-sensibilisiert

2. September 2014 um 11:42 von Bernd Lange

Angetreten sind wir mit unserem Blog zu „Paradiesundjenes“, literarisch Anspruchsvolles zu vermitteln … so erinnere ich mich weiland zurück.

Nun erkenne ich, dass das Wetter (Wind- und Luftmessungen, Wasser- und Sonnenstandsmeldungen, Temperaturvor- und nachhersagen usw.) immer mehr atmosphärischen Raum und Inhalt einnehmen.

O. k., über unser Wetter zu philosophieren, hatte immer schon gesellschaftsfähigen Charakter. Und so lässt sich auch dezidiert unterstreichen, dass es im „Paradiesundjenes“ seinen Niederschlag gefunden hat – z. B. äußert sich Gerald Benn in Kapitel 3 so:

„Das Wetter ist anderer Ansicht. Ein Blick in den Kalender zeigt unweigerlich, heute ist der 12. November. Doch mein Auge wandert jetzt, es geht langsam auf die Mittagsstunde zu, zum Himmel, an dem, als wäre es der normalste Vorgang in unseren mitteleuropäischen Breiten zu dieser Jahreszeit, die Sonne aus einem strahlendblauen Gewölbe die Erde wärmt.“

Und auch in den „Südseiten 21 – 26 / Das Paradies hat auch im November offen“ wurde damit Schönwetter betrieben.

Man kommt einfach nicht mehr drumherum – darüber zu reden, schreiben, lesen.

8 Kommentare

Kommentare (8)

  1. Bernd, ich wollte mich endlich mal wieder auf unserer Seite blicken lassen. Wenn es Dir nicht anspruchsvoll genug ist, was ich zu berichten hatte im ‚Seiten-Wechsel‘, hast Du die Admin-Möglichkeit, den Beitrag zu löschen … und meine Zustimmung hast Du auch.

  2. Liebe Heike,

    bei Donner und Doria, den allmächtigen, ich werd’n Teufel tun, in Deine Worte manipulierend einzugreifen:
    a/ bin ich Dir und allen ja so dankbar, wenn das Wetter seinen elementaren Niederschlag im Allgemeinen und insbesondere hier im Blog zum Ausdruck bringt (sonst wäre doch so manches trockener Stoff)
    und
    b/ spielte ja bereits im „Paradiesundjenes“ das Wetter neben unseren Protagonisten eine substanzielle Rolle (ohne ihre permanenten Hochs und Tiefs hätten Isa Ketelsen und Gerald Benn gar nicht gewusst, was sie schreiben sollten).

    Das Wetter – ob bei Sonnenschein oder Regen – ist, wie man sieht, sehr ergiebig. Und dann ist doch toll, wenn’s jetzt stürmisch durch den Blog schneit :-)

  3. Apropos Wetter:
    Hier am Marienplatz wurde vor Tagen tonnenweise Holz herangeschleppt, das jetzt ein älterer Mann mit langem Bart unentwegt bearbeitet. Und seit gestern Abend treffen permanent alle möglichen Tiere ein, immer paarweise, die dem Treiben ungeduldig zuschauen. Sehr seltsam, das.

  4. ‚Angetreten sind wir mit unserem Blog zu “Paradiesundjenes”, literarisch Anspruchsvolles zu vermitteln … so erinnere ich mich weiland zurück.‘
    Dein Satz lässt mich Vermutungen folgender Art anstellen: Wir sind seit geraumer Zeit ein Team, aber in verschiedenen Disziplinen am Start. Ich – für meinen Teil – habe nie in Erwägung gezogen ‚literarisch Anspruchsvolles zu vermitteln‘, weil ich gar nicht weiß, was das ist.

  5. Nein, tut sie nicht!
    Ich möchte ‚lebendig‘ schreiben.
    Dabei möchte ich – je nach Text – unterhalten, berichten, informieren, schockieren, phantasieren etc.
    Den verstaubten Begriff ‚anspruchsvolle Literatur‘ möchte ich nicht damit in Verbindung bringen, was ich für mich unter Schreiben verstehe. Ich mag schon das Wort ‚Anspruch‘ nicht.

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