Worte zwischen Himmel und Hölle

Isa Ketelsen legte also ihren fulminanten Aufschlag hin. Jetzt lag es an Gerald Benn, wie er den parieren kann. Schließlich mussten seine Worte ja auf ansprechende Weise sitzen:

– a/ Hatten wir vorgesehen, dass die beiden sich unbedingt kennenlernen.
– b/ Musste sich zeigen, dass sie über weitere 530 Seiten miteinander auskommen.
Ich als sein Ghostwriter hatte da so meine Bedenken, wie meine Reaktion auf Heikes Kapitelauftakt beweist:
„Ob ich natürlich dem hohen Anspruch an das Wort im Vergleich zu Ihren gerecht werden kann, muss sich jetzt zeigen“.
Hier das Ergebnis:

Re 1_ Forum „Worte zwischen Himmel und Hölle“
Geschätzte Isa Ketelsen,
warum Ihre Scheu, sich mit diesem fulminanten Text – ich bin geneigt zu schreiben, sich mit solcher ’Wortwucht’ – hier in dieses Forum einzubinden? Genial, mit einem Paukenschlag dieser Art eine Geschichte beginnen zu können. Da wartet man schon fiebrig-zitternd darauf, was sich in den drei Punkten hinter Ihrem Wort ’stattdessen’ verbirgt.
Mir obliegt es nun keinesfalls, Ihre ersten beiden spannungsgeladenen Sätze zu beantworten. Da könnte ich auch nur eine ziemlich unbefriedigende Antwort geben, die Ihren gewaltigen Worten in keinster Weise das Wasser reichen kann. Einzig die Anmerkung, da Sie ja Anregungen wünschen: Sie entschuldigen, wenn ich Ihnen jetzt kleinlich komme, ja, mich penibel für die Korrektheit der deutschen Sprache stark mache – hinter den zweiten Satz gehört ein Fragezeichen. Ich weiß, damit habe ich mir schon so manche Feinde in diesem Forum herangezüchtet. Wenn Sie hier weitermachen, werden Sie womöglich damit leben müssen – es sei denn, der Fehler, nein, das Fehlende war ein Unikat.
Die grundsätzliche Frage, die sich der Pathologe gestellt hat, werde ich Ihnen jedenfalls nicht beantworten können. Möglicherweise hätte ich Ihnen damit bereits die Auflösung Ihrer Geschichte vorweggenommen. Nein – so vermessen bin ich nicht, daran kann ich nur scheitern. Mir würde da lediglich der Film ’Das große Fressen’ einfallen – und dieses Finale wäre ja wirklich sehr einfallslos. Sie haben gewiss mehr auf der Pfanne, wenn ich das mal so salopp schreiben darf.
Da ich weder in der Lage bin, mich kritisch zu äußern, noch Ihnen Anregungen vorschreiben darf, gestatten Sie mir für heute ein abschließendes Wort eher in eigener Sache, bzw. eher im Interesses des Forums – frei nach dem Motto: mehr Leben nach dem Tod. In diesem Falle: mehr Leben durch den Tod. Pardon, ich bin für meine spitze Zunge, mit der ich immer wieder auch meine Tastatur bediene, in diesem Forum bekannt, fast schon berüchtigt. Nehmen Sie’s bitte nicht persönlich: Ihre Geschichte, die sich im unmittelbaren Sinne mit etwas Totem beschäftigt, tut dem Forum hoffentlich so gut, die Mitstreiter hier zu ermuntern, künftig wieder lebendiger zu werden.
Hoch motivierende Grüße, es wird wieder pulsierender, und Ihre ’Todesursache’ bleibt spannend,
Gerald Benn
NB.
Ich möchte Ihnen jetzt Ihre Begeisterung für dieses Forum nicht gleich wieder auslöschen. Bleiben Sie uns treu, Ihre Worte sind eine wahre Bereicherung.

Am Ende meiner E-Mail stand dann noch:
„Dann mal herzliche Grüße an Sie
ins archäologisch spannende Andalusien“.

Ich war gespannt, was Heike Petersen alias Isa Ketelsen nun ausbuddeln würde.

 


Da sind wir also am Roman-Anfang von Paradiesundjenes: Gerald Benn begrüßt Isa Ketelsen im Forum. Kokettiert er da mit seiner Art …? Na … das kann ja heiter werden …


Fortsetzung folgt hier …
Sage und schreibe … uns was im Web-log.