Höhenflug und Tiefschlag

Nachdem Herr Lange von mir einen ganz persönlichen Einblick in meine Wohnsituation genießen durfte, zumindest exterior, bekam ich von ihm einen allgemeinen Gruß, den er offenbar an alle seine Xing-Kontakte verschickt hatte.

04.01.2011, 15:58 Uhr – Ein Gruß ins Neue Jahr aus meiner Schreiberei

Liebe Heike Petersen,
wir haben seit wenigen Tagen ein neues Jahr. Wer mich kennt, weiß, dass ich in dieser Zeit gerne die Ruhe für eine Grußbotschaft in Worten einer annähernd weihnachtlichen Geschichte suche und finde.

Mit diesen Worten wünsche ich Ihnen und allen Ihren Lieben um Sie herum ein lamettareiches Jahr 2011,
Bernd Lange

Ich schickte ihm über Xing-Mail, was ich am 24.12.2010 in der Luft zwischen Málaga nach Hamburg geschrieben hatte.

04.01.2011, 18:32 Uhr

Lieber Herr b-la,
als Dankeschön ein liebevoller Gegengruß

Herzenswunsch 2011

Da der geschätzte Herr Lange in seinem Beitrag der vergangenen Woche die langen Zeiten des Schweigens zwischen uns im Jahre 2010 zur Sprache brachte, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass er 14 Tage benötigte für die Reaktion auf meine Herzlichkeit. ;)

Von: Bernd Lange – 18.01.11 17:11:39

Zutiefst beeindruckt, liebe Frau Petersen, bin ich:

a/ ob Ihrer herzensguten Worte
b/ ob der Ehre, zum erlauchten Kreis der Empfänger zu gehören, der in den Genuss des Lesens Ihrer herzerfrischenden Worte kommen darf.

Herzlichen Dank, kann ich da nur schreiben.

Daraus lässt sich einmal mehr ableiten, wie ein Flug über den Wolken den Menschen beflügelt.

Meine Flügel lassen sich allerdings ein Stück weit anders beschreiben:

Träume sind Flugzeuge.
Aus den Sauerstoffmasken
strömt Musik.
Unter den Sitzen
befinden sich nicht Rettungswesten,
sondern Gedichte.
Wie unbeschriebenes Papier
schweben die Wolken
über einer heiteren Zeit.
Und das Signal zum Anschnallen
vor der Landung
ist wie das Klingeln des Weckers.

___

Ich glaube, ich bin zu stark mit realistischen Wurzeln alt geworden.

Dennoch oder gerade deshalb liebe Grüße

Bernd Lange

Ich bin etwas schneller:

Von: Heike Petersen – 18.01.11 21:42:57

Lieber Herr Lange,

danke, dass Sie mich an Ihren Flüge(l)n teilhaben lassen, die meiner Ansicht nach nicht auf „zu starke realistische Wurzeln“ hindeuten, sondern auf Phantasie und Leichtigkeit.
Wir sollten mal zusammen fliegen :-)

Mich würde Ihre Meinung zum Blog ’Herzensmonologe’ interessieren, falls das nicht zu viel verlangt ist.

Beflügelte Grüße
Heike Petersen

Jetzt wurde die ’Schlagzahl’ erhöht:

Von: Bernd Lange – 20.01.11 12:46:28

Jaaah, liebe Frau Petersen,
nach diesen Ihren Worten darf ich Ihnen überhaupt nicht eine Antwort schuldig bleiben.

O. k., dann relativiere ich meine ‚zu starken realistischen Wurzeln‘ in bodenständige oder geerdete – dann passt’s auch wieder ins Bild als Pendant zu Ihren Flügeln :-).

Und was das Zusammenfliegen angeht: Nach derzeitiger Planung ist im März Stuttgart-Beirut, im April Stuttgart-Berlin, im Mai Stuttgart-Lissabon und im August Stuttgart-Wien optioniert.
Spaß beiseite – ich bin mir sicher, dass Sie dabei nicht mitfliegen wollen; ich weiß, ich weiß, alles metaphorisch :-))).

Ihr Blog? Ja, machen Sie’s – ich denke, es ist in der heutigen Zeit schon ein Medium, das auch mit ruhigen, mit nachdenkenswerten Worten Botschaften weitertragen kann. Und dabei bietet das Herz ja eine Fülle von Möglichkeiten.

So kommen von mir jetzt lediglich noch herzlich gemeinte Grüße,
Bernd Lange

Von: Heike Petersen – 21.01.11 01:06:11

Lieber Herr Lange,

der/das Blog ist für mich derzeit eine gute Variante, meine Gedanken in Kurzform zu präsentieren. Die Formulierungen machen Spaß und ich habe nette Rückmeldungen.
Die Herzensmonologe haben es in kurzer Zeit von Südspanien in die Bundeshauptstadt geschafft … eingeladen von Dr. Christa Schäfer.

Vielleicht haben Sie Lust und Zeit etwas zu lesen, was ich 2010 beim Bayerischen Rundfunk anlässlich eines Wettbewerbs eingereicht hatte. Wollten die aber nicht. Ich würde Ihnen gern ein Glas Schampus dazu servieren ;-)

♥lichste Grüße
Heike Petersen
Anlage: Mysterie

PS.: Was macht Sie so sicher, dass ich nicht mit nach Beirut fliegen wollte … ;-)

Von: Bernd Lange – 25.01.11 14:59:26 – Betr.: Mysterium?

Tja, liebe Frau Petersen… doch zunächst mal wünsche ich Ihnen einen Guten Tag.

Nein, ein Mysterium ist Ihre nachdenkenswerte Geschichte nicht. Selten, dass mir Worte fehlen, doch in diesem Falle…

Auch nein, mein Nachdenken werde ich schon noch in das eine oder andere Wort transkribieren können.

Das Ergebnis: eine Morphose, oder gar eine Metamorphose, die alle Poren öffnet?!

Ums auch metaphorisch zu beschreiben. :-)))

Und außerdem: Ein Glas Champagner – besten Dank fürs virtuelle und damit geräuschlose Schlürfen – ist m. E. die falsche Begleitung fürs Auge. Dazu passt doch sehr viel geschmeidiger ein stärkerer Tobak, so was Rauchiges in hochprozentigerer Couleur, auch wenn’s nicht gleich ein ostsibirischer Telegrafenmastenwurzelschnaps sein muss. Nun denn, da ich über 13 Prozentvolumiges nicht trinke, fällt mir auch kein passendes Getränk ein.

Insgesamt: Meinen hoch auflösenden (hoch aufgelösten?) Dank an Sie bzw. Ihre Worte.

So, genug gelobt – nicht, dass Sie mir noch abheben und wir plötzlich doch noch gemeinsam im Flieger sitzen :-))).

Allerfeinste Grüße mit einem Blick in allertrübstes Gewölke, aus dem immer noch Schneeiges flaust,

Bernd Lange

Von: Heike Petersen – 25.01.11 20:44:13

Lieber Herr Lange,
zu Beginn möchte ich Ihnen wieder herzlich danken für Ihre – wie immer gern gelesenen – Ausführungen. Und an zweiter Stelle ist es mir wichtig festzustellen, dass ich Schampus IMMER passend finde, wenn gerade kein Wasser zur Verfügung steht, um das verdiente Brot zu benetzen. Wobei ich, im Gegensatz zu Ihnen, auch Hochprozentigeres sehr zu schätzen weiß, wenn es in Form eines volljährigen Schotten aus dem Hause Glenmorangie stammt.
Der Verköstigung eines ostsibirischen Telegrafenmasten­wurzel­schnaps sehe ich noch entgegen ;-)

Ganz am Ende traue ich mich noch zu fragen, was man/frau tun muss, um in den Genuss von „bla-Worten“ zu kommen, die außerhalb des Broterwerbs einer ausgewählten Leserschaft dargeboten werden?

Sonnigste Grüße
(auch wenn die sich derzeit nicht klimatisch ableiten lassen, sondern aus meinem Herzen kommen)
Heike Petersen

Von: Bernd Lange – 26.01.11 15:54:15 – Betr.: Zaghaftes Drängeln, oder?

Ja, ja, liebe Frau Petersen,
ich merke schon, dass Sie etwas hibbelich mich drängeln. Und bevor Sie mich jetzt in eine Ecke drängeln, aus der ich vielleicht nicht mehr rauskomme, kriegen Sie jetzt was aufs Auge gedrückt. Ich übernehme dabei allerdings nicht die Verantwortung, wenn’s weh tut.

So, und bevor ich mich jetzt gleich vom unfruchtbaren Rübenkrautacker meines Schreibtischs mache, ein leicht angebetteltes bla-bla von mir.

Mit reichlich Schampus werden auch die Nerven geschmeidiger, und dann ist’s vielleicht auch lesbar.

Dennoch oder gerade deshalb liebe Grüße
Bernd Lange

Von: Heike Petersen – 27.01.11 03:04:50

Lieber Herr Lange,
warum glauben Sie, dass der Text nur mit einer Überdosis Schampus genießbar ist? Verstehe ich nicht. Ich finde ihn sehr gelungen. Sie nehmen den Leser mit. Ich bin im Café, in den verschneiten Gassen, auf dem Friedhof und sogar mit den Verstorbenen unter der Erde. Es entstehen Bilder zur Stimmung und die Betrachtungen und Empfindungen leben.

Gute Nacht Grüße aus Estepona

Heike Petersen

Nachdem ich den fürsorglichen Herrn Lange beruhigen konnte, dass sein Cafésatz mir nicht den Schlaf geraubt hat, bestand ich auf eine weitere Leseprobe … und siehe da … aus seiner Schreiberei kam eine Überraschung.

Ich hatte derweil meine Herzens-Monologe aufgefrischt und bei Xing in meinem Profil gepostet:

Status-Meldung bei Xing – 27.01.2011:

Heike Petersen ►90 – 60 – 90◄ auf Herzens-Monologe

Champagner, Höhenflüge, Herzlichkeit, gepflegter literarischer Austausch …. und dann …

28.01.2011, 11:51 Uhr – „Heike Petersen 90 – 60 – 90“

Liebe Frau Petersen,

auch wenn sich die Geschichte dahinter nicht gerade positiv liest, kann ich mir in diesem Falle ein paar unernste Worte nicht verkneifen:

Kompliment, Ihre maßgerechten Proportionen.

Ein wunderschönes Wochenende wünscht
Bernd Lange

Der Kommentar zu meinem aktuellen Herzensmonolog – ein Tiefschlag … typisch Mann!


Stimmt! Typisch ich:
a/ kann ich mit Zahlen nicht umgehen
b/ hat Mann bei diesen Zahlen ein eindeutiges Bild vor Augen.


Fortsetzung folgt hier …
Sage und schreibe … uns was im Web-log.