Blind-Date in der Mailbox

Zwei Menschen – eine Idee – ein Titel … und nun …?
Was schreiben wir?

Von Heike Petersen – 18.03.11 – 00:19:55

Lieber Herr Lange,
ich würde es sehr genießen, wenn wir einfach weiter Mails schreiben … von saurer Milch, der fehlenden Mitte, vom geliebten oder ungeliebten Chaos, von Stand- oder anderen Punkten und Kommas, von Ausnahmen … und Einnahmen … einfach so wie es kommt.
Ihnen ist das allerdings zu krümelig. Sie wollen etwas mit mehr Biss.

Was machen wir?

Zunächst haben wir uns gegenseitig Bücher geschickt:

Unfug des Lebens und des Sterbens‚ von Andalusien nach Norden.
Liebe Delphine … Lieber Jean Luc …‚ von Stuttgart in den Süden.

Es wurde ausgiebig gedankt und beraten, ob die ausgetauschte Lektüre als Grundlage für das Schreibprojekt dienen könnte.
Nein – nicht wirklich..

Nach etlichen E-Mails standen die Namen der Personen fest, die uns künftig beschäftigen würden:
Gerald Benn (Anagramm aus Bernd Lange).

Von Heike Petersen – 25.03.11 – 14:16:36 – Pfadfinderei ins Paradies

Ich mache folgenden Vorschlag:
Herr Gerald Benn und Frau Isa Ketelsen stellen sich kurz vor mit einer kleinen Liste von etwa 10 Stichworten.

Um das ganze noch interessanter zu gestalten, schlage ich wiederum vor, dass Sie Frau Ketelsen vorstellen und umgekehrt ich Herrn Benn. Schreiben Sie mir, wer/wie Frau Ketelsen ist. Ich werde es im Gegenzug auch so machen und dann sehen wir … wie sich diese beiden Personen im Laufe der Geschichte entwickeln.

Von Bernd Lange – 26.03.11 – 11:55:29

Isa Ketelsen – vielleicht verraten Sie mir, welchen Hintergrund dieser Name hat – attraktiv ist er auf jeden Fall.

Ich find’s auch spannend, wenn Sie sich Gerald Benn vorknöpfen – und ich wiederum die mir noch gänzlich unbekannte Isa Ketelsen.

Isa Ketelsen war frei erfunden (Die Letterkehr in Heike Petersen ergab lediglich unaussprechliche Klang-Kastastrophen).

Von Heike Petersen – 27.03.11 – 00:43:56

Ich muss Sie enttäuschen … die Dame hat keinen spektakulären Bezug zu ihrem Namen.

Schön, wenn der Name Ihnen auch gefällt, denn Sie haben mit ihm in Zukunft genau so viel zu tun wie ich ;-)

Ich dachte mir, dass ich Ihnen schreibe, wie ich Herrn Benn sehe:
– selbstbewusst (oder schüchtern)
– sein Hund heißt Paul (oder er hasst Hunde)

So tasteten wir uns täglich ein Stück voran.

Von Bernd Lange – 28.03.11 – 12:28:39

Gegen einen Hund habe ich rein gar nichts, im Gegenteil, ich sehe Gerald Benn auch mit Hund – allerdings sollte er – wenn es für Sie in Ordnung ist – daVinci heißen – Kurzform Vinc.

Von Heike Petersen – 29.03.11 – 01:08:16

Klar soll Herr Benn seinen Vinc bekommen.

Von Heike Petersen – 30.03.11 – 01:39:30

Ich bin gerade mit Herrn Benn beschäftigt, den eine Allergie plagt ;-)

Von Bernd Lange – 30.03.11 – 09:21:06

Jetzt bin ich wahnsinnig gespannt, was Sie dem Herrn Benn alles ‚andichten‘ – fängt ja schon gut an, mit der Allergie (doch bitte keine Hundehaar-Allergie).
Ist es für Sie in Ordnung, dass ich mich erst dann in Frau Ketelsen reinversetze, wenn ich Herrn Benn genauestens kenne?

Von Heike Petersen – 31.03.11 – 00:50:27

Natürlich kommt es überhaupt nicht in Frage, dass ich Ihnen Herrn Benn vorstelle und Sie dann erst Frau Ketelsen basteln. Ich finde, die beiden stellen sich gleichzeitig vor.
Was halten Sie von

Dienstag, 5. April 2011, 10 Uhr 30, hier im Mailfach?

Ich habe ein kleines vorösterliches Geschenk für Sie: Sie dürfen für Herrn Benn eine Allergie aussuchen ;-)

Es könnte sein, dass Herr Benn ein großer Musical-Fan ist und sich gerade in diesem Moment in einen Workshop für Tap-Dance einschreibt ;-) Nein, das ist ein Scherz … Sie können entspannt durchatmen … Herr Benn ist Salsa-Tänzer … oder auch nicht …

Ich konnte das Sticheln nicht lassen. ;)

Von Bernd Lange – 31.03.11 – 09:03:23

Grundsätzlich haben Sie sicherlich recht – es ist gewiss schon fair, gleichzeitig unsere Protagonisten zu präsentieren, doch…

Nein, ich mag jetzt nicht kneifen – fühle mich derzeit allerdings noch weit weit überfordert. Ich befürchte Schlimmes :-) –> Musical-Fan, Salsa-Tänzer, Kurs im Tap-Dance (Gott sei Dank nicht Table-Dance).

Nun gut, ich werde jetzt kein ‚Spielverderber‘ sein: Di. 5.4., 10.30 h – so was wie ’ne Schicksalsstunde am Schicksalstag?!

Von Heike Petersen – 04.04.11 – 08:59:04

Bin gespannt und freu mich auf morgen und … by the way .. Herr Benn ist ein pünktlicher Mensch :-)

5. April 2011 – der mit Spannung erwartete Tag.

Von Heike Petersen – 09:30:19

Steht Frau Ketelsen schon seit Stunden vor dem Badezimmerspiegel, um sich für das Date zu stylen … oder schläft sich noch ganz lässig …?

Herr Benn ist schon auf. Ich habe ihn noch nicht gesehen, aber ich höre die Musik aus seinem Zimmer … wie jeden Morgen …

Bis gleich

Von Bernd Lange – 09:42:01

Bis 10.30 Uhr – MESZ.

NB.: Für’s Make-up sind Sie zuständig – da kenn‘ ich mich überhaupt nicht aus, was Frauen so brauchen (an Spachtel, Grundierung, Farbe, Lack :-)))

Von Heike Petersen – 09:56:23

Mit der Make up-Frage wollte ich eigentlich neugierig den Charakter der Dame erforschen und in Erfahrung bringen, ob sie viel Farbe benötigt und für das Auftragen der Farbe viel Zeit … oder ob seine eine ist, die auch vor dem Blind-Date lange schläft, und sich nach Duschen und Zähneputzen lässig in Pullover und Jeans schwingt, bevor sie das Haus verlässt.

Schnitt! Am 21.03.2013 stellt Ihnen Bernd Lange Isa Ketelsen vor.


Schnitt zurück: Es wurde ein ziemlicher Blindflug zum Blind-Date. Der von Heike Petersen angedachte Vorschlag „einer kleinen Liste von etwa 10 Stichworten“ war bei weitem unterdimensioniert. Man wird sehen.


Fortsetzung folgt hier …
Sage und schreibe … uns was im Web-log.