5 – 4 – 3 – 2 – 1 ….

Der Startschuss für den Roman fiel am 06.04.2011 um 23:27:05 mit meiner E-Mail an Bernd. Wir waren noch ‚per Sie‘, als wir das 1. Kapitel in ‚Paradiesundjenes‘ schrieben:

„Lieber Herr Lange,
nun geht es los! :-)
Das Forum ‚Worte zwischen Himmel und Hölle‘ hat ein neues Mitglied: Isa Ketelsen stellt das erste Mal einen Text ein und ist gespannt auf Reaktionen.“

Am 06.04.2011 um 23:27:05 Uhr schrieb
Isa Ketelsen


Forum „Worte zwischen Himmel und Hölle“
Hallo und Guten Tag,
ich danke für die Einladung in dieses Forum, das mich sehr begeistert. In den letzten 2 Tagen habe ich hier derart beeindruckende Texte gelesen, dass es mich einiges an Überwindung kostet, mich hier zu präsentieren, aber ich traue mich jetzt einfach.
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Titel: ‚Todesursache unbekannt‘
Der Pathologe, der den leblosen Körper untersucht, ist ratlos. Was hat diese lächelnde Frau getötet. Keine Spuren von Gewalteinwirkung. Im Gegenteil: er hat noch nie eine Leiche untersucht, von der solch ein Frieden ausgeht. Kein Organversagen. Keine erkennbaren Erkrankungen. Keine nachweisbaren Medikamente oder Drogen. Kein bekanntes Gift.
Normalerweise wäre dieser Fall längst vom Tisch: „Todesursache unbekannt“, aber hier ist etwas Besonderes, etwas nicht Greifbares, was den Naturwissenschaftler nicht ruhen lässt. Seine technischen Untersuchungsmöglichkeiten sind erschöpft, wie er auch.
Die unbekannte Frau hatte in den letzten Stunden ihres Lebens ein exquisites Menu, geringe Mengen Alkohol … und Sex.
„Was – zum Teufel – hat diese Frau getötet?“ 
Er setzt sich auf den Stuhl und betrachtet den Körper aus der Entfernung. Er muss sich eingestehen, dass er das erste Mal bei seiner Arbeit an einer Leiche das Gefühl hat, nicht den Tod zu begutachten. Die Frau hat eine Ausstrahlung, die ihn mehr als verunsichert.
Er hat überlegt, einen Kollegen zu Rate zu ziehen, aber er weiß nicht, was er sagen oder fragen soll. Ihm ist mehr als unwohl als er das Gefühl zulässt, dass dieser Mensch aussieht, als könnte er sich jeden Moment erheben und vor ihm stehen.
Zum neunten Mal liest er die dazugehörigen Unterlagen durch. Gibt es noch einen Anhaltspunkt, den er übersehen hat? Sein Wunsch wird nicht erfüllt. Stattdessen …
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Es ist für mich absolut neu, meine privaten Texte öffentlich zu machen, aber ich wünsche mir Kritik und Anregungen und Austausch mit anderen Schreibenden.
Herzliche Grüße
Isa Ketelsen

„Können Sie damit was anfangen, Herr Lange?
Starten Gerald Benn und Isa Ketelsen auf diese Art ins ‚Paradiesundjenes‘?“


Ich und anfangen? Wie bloß? Mir blieb fast die Spucke weg – zumindest die, die ich nun Gerald Benn in den Mund legen konnte. Einzig auf Heikes Frage gelangen mir (Ant)Worte:

„Jaaaaaaaaaaaaaaah, guten Morgen liebe Frau Petersen,
ist ja der Hammer… und mit dem haben Sie, so wie’s aussieht, auch noch den Nagel mitten auf den Kopf getroffen.“


Fortsetzung folgt hier …
Sage und schreibe … uns was im Web-log.